Skip to content

uli39

neubau I stadthaus I sieben ebenen I offene raumnutzung I große ulrichstrasse 39 I halle (saale)

entwurf f+t kuhn

als verbindung zwischen dem marktplatz und der nördlichen innenstadt steht die große ulrichstraße als sinnbild für städtisches leben in halle. begründet in ihrem vielfältigen facettenreichtum als kaufhausstraße, bildungs- und kultursprungbrett sowie urbanem wohnplatz ist sie eine der geschäftigsten und gewiss identifikationsträchtigsten straßen unserer stadt. an ihrem nördlichen ende, neben dem eckhaus zum kaulenberg, befindet sich eine auf den ersten blick unscheinbare, aber für das straßenbild der oberen großen ulrichstraße prägende lücke im städtebild. dieser freiraum, der gerahmt zwischen zwei höhenversetzten nachbarhäusern liegt, bildet die grundlage des vorliegenden entwurfes.

architektur // ziel des architektonischen entwurfes ist es, der geschäftigen lage mithilfe einer minimalistischen, klaren form- und materialsprache einen ruhepol entgegenzustellen, der zwischen der bestandsbebauung auf erfrischende art und weise neuzeitliche architekturimpulse sendet. als grundlage des entwurfes diente dazu der bezug zur einkaufsstraße an sich. so wurde die idee einer klassischen kaufhausfassade aufgegriffen, abstrahiert und im zeitgenössischen kontext auf die ansichtsfassade interpretiert. den hauptcharakter bilden dabei etagenhohe, schwarz verspiegelte glaselemente, in denen sich das straßengeschehen widerspiegelt, die zugleich aber auch einen sichtschutz nach innen gewährleisten. getrennt durch eine schmale betonrahmung entstehen so eine art horizontale schaufenster. der einhergehenden regelmäßigkeit dieser übereinander gestaffelten fassadenelemente wird durch eine untere und obere spannungsebene eine begrenzung gegenübergestellt. als oberer horizontaler abschluss wird hierbei eine in der höhe variierte dachebene erstellt, die durch ihre präsenz zum ausdrucksmerkmal der architektur avanciert. den unteren abschluss bildet ein zurückversetztes erdgeschoss, das nicht nur geometrisch, sondern auch farblich von der hauptfassade abgrenzt. dies hebt die schaufensterarchitektur von der straße ab, ver- meidet eine mögliche monotonie der ansichtsfassade, bringt zudem eine konstruktive spannung in das ansichtsbild und führt in der späteren praktikabilität zu einem einleiten des pendlerstroms in eine angestrebte gastronomische einheit im erdgeschoss.

material & farbe // die materialsprache des gebäudes konzentriert sich auf ein zusammenspiel aus sichtbeton, glas und aluminium. die bewusste akzentuierung des betons zu dem schwarz der rahmungen bzw. der schwarz verspiegelten glasfassade erzeugt eine harmonisch-ästhetische spannung, die durch die reduktion auf zwei farbebenen für ein minimalistisches erscheinungsbild sorgt.

Uli39 Perspektive